Edó to léne Distomo, gesungen von: Loukas Tzitzokos
Die Gedenkstätte von Distomo ragt heraus aus dem, was die Philosophin Agnes Heller in dem Aufsatz: "Requiem für ein Jahrhundert", „Flachland der absoluten geschichtlichen Gegenwart“, nennt. Denn dort, nicht in den nahe gelegen delphischen Ruinen wird uns die Wahrheit über unsere Geschichte übergeben.
Die Frage der Kriegs-Reparationszahlungen mit Deutschland
bleibt noch offen
Die griechische Regierung hat am Montag betont, dass Griechenland nie seine Rechte auf Entschädigungszahlungen aus Deutschland für die Gräueltaten der Wehrmacht im Lande während des 2. Weltkrieges aufgegeben hat. Anlass dazu war eine Erklärung des griechischen Außenministers, Stavros Dimas, der in einer Rede letzte Woche bei einer gemeinsamen Sitzung des griechischen Parlaments sagte, diese Frage bleibe für die griechische Regierung noch offen. Dimas fügte hinzu, Griechenland werde diese Frage in Zukunft zu einer geeigneten Zeit und nach guter Vorbereitung erneut stellen.
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Er erinnerte dabei an die gemeinsamen Anstrengungen beim Aufbau des Friedens in Europa in den schwierigen Jahren nach dem 2. Weltkrieg und betonte, die griechisch-deutschen Beziehungen sollten weiterhin auf gegenseitigen Respekt, sowie Freundschaft und Vertrauen basieren. Daraufhin antwortete das deutsche Auswärtige Amt durch eine Erklärung an die Athener Nachrichtenagentur AMNA, dass diese Frage für Deutschland „kein Thema“ mehr ist. Deutschland bekenne sich zwar zu seiner Verantwortung und sei zutiefst besorgt und voller Trauer über den Schmerz und das Leiden der Opfer, dennoch seien die Kriegs-Reparationszahlungen 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges und nach Jahrzehnten „der friedlichen Zusammenarbeit“ zwischen beiden Ländern kein Thema mehr. Außerdem habe Deutschland bereits Wiedergutmachung im Rahmen der im Jahre 1946 erzielten Vereinbarung und aktive Unterstützung beim Wiederaufbau Griechenlands nach dem Krieg geleistet. Nach dieser Reaktion aus Berlin kommentierte der Sprecher des griechischen Außenministeriums, Grigoris Delavekouras, Griechenlands Positionen seien unerschütterlich und die Erklärung des griechischen Außenministers gelte in vollen Zügen. Auf die Stellungnahme Berlins reagierte auch der Kriegsveteran Manolis Glezos, der in Griechenland als Symbol des Widerstands gegen die deutsche Besatzungsmacht gilt. Glezos bemerkte, nicht mal „eine Drachme oder ein Euro“ sei nach Griechenland geflossen, um jene Schulden zu begleichen, trotz der Tatsache, dass Deutschland Reparationenan an alle anderen Ländern bezahlt habe, mit denen es im Krieg gewesen war. „Es gibt keine Verjährung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, betonte Glezos. Quelle: Griechenland Aktuell Nr. 153, 5. April 2012
Der Kampf um die deutsche Entschädigung geht weiter!
Ο αγώνας για τις γερμανικές αποζημιώσεις συνεχίζεται!
Der Gemeinderat von Distomo-Arachova-Antikyra beschloss am 8. Februar 2012 auf einer Sondersitzung, einstimmig eine Resolution zum Urteil des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag, vom 3. Februar 2012.
Die Resolution ging unter anderem an den derzeitigen Präsidenten des griechischen Parlamentes Philip Peltsaniko, den Außenminister Stavros Dimas, Minister für Inneres und Dezentralisierung Miltiades Papaioannou.
Der Gemeinderat betont seine Enttäuschung über die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes fest, hält aber fest:
„dass die Tatsache, dass ein Staat Immunität vor den nationalen Gerichten eines anderen Staates genießt, nicht die Frage der Haftung für begangene Verbrechen berührt.“
„Wir glauben, dass der Internationale Gerichtshof die Auffassung vertritt, dass die Handlungen der deutschen Besatzungsmacht im Zweiten Weltkrieg gegen das internationale Kriegsrecht verstoßen haben, und aus unserer Sicht schon allein deshalb ein Anspruch auf Schadensersatz besteht.“
„Das Urteil bedeutet zwar ein Rückschlag für die Menschenrechte. Nicht geleugnet werde aber von dem Gericht in Den Haag, die unmenschlichen Taten der Nazis, sondern das Recht des Einzelnen.“
„Nachdem nun alle Möglichkeiten dieses Weges erschöpft seien und es für Einzelpersonen keine Chance mehr gibt sein Recht zu erstreiten bleibt nur der politische Wille (des Staates) das Recht der Distomiten, Deutschland gegenüber durchzusetzen.“ „Die Entscheidung in Den Haag lässt aber weiterhin Raum für Aktionen.“
Nach der Stellungnahme des griechischen Außenministeriums bleiben, die Fragen der Reparationszahlungen weiterhin offen. Wir glauben, dass sich der Staat nun seiner Verantwortung und nach seinen bisherigen falschen politischen Manövern endlich stellen muss. – Denn das Problem ist zutiefst politisch. -
Die Gemeinde erklärt, dass sie gemeinsam mit allen Märtyrer Städten in Griechenland den Kampf um die Entschädigungen weiterführen wird und schließt mit der Parole: "Der Kampf um die Entschädigungen geht weiter!" "Ο αγώνας για τις γερμανικές αποζημιώσεις συνεχίζεται!" Hier der griechische Wortlaut des Textes
Presserklärung des Bürgermeisters von Distomo-Arachova Antikyra
Auf den Bürgermeister von Distomo-Arachova Antikyra, Ioannis Patsantaras wirkte die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag für Menschenrechte, wie der Ausbruch einer Gewehrsalve, nicht zuletzt auf die Überlebenden und Nachfahren der Opfer des Massakers von Distomo am 10. Juni 1944.
In einer Presseerklärung vom 3. Februar 2012, macht er deutlich, dass das Gericht zwar Deutschland in der Frage der Staatenimmunität Recht gegeben hat, das dadurch aber nicht das Recht auf Entschädigung der Distomiten angetastet wird.
Er geht davon aus, das es sich (zumindest Teilweise) um eine politische Entscheidung des Gerichtshofes handelt, die auf Druck aus Deutschland zu Stande gekommen sei. Denn eine Aufhebung der Staatenimmunität hätte zur Folge gehabt, dass ähnliche Klagen auf Entschädigung auch in
anderen europäischen Ländern möglich wären. Und das es nun an den Regierungen der beteiligten Staaten ist, die Entschädigungsfragen zu verhandeln.
Mit Genugtuung begrüßte er die Initiative des unabhängigen griechischen Parlamentariers Panayiotis Kouroumpli, der gemeinsam mit 27 Mitgliedern des hellenistischen Parlamentes, einen Vorschlag an die griechischen Ausschüsse für Wirtschaft, Verteidigung und öffentliche Verwaltung, einreichte, um die Frage nach den deutschen Zwangsanleihen, während der deutschen Besatzung ebenso die ausstehenden Reparationen für die damals zerstörte Infrastruktur und wie die der Entschädigung der Opfer der national- sozialistischen Terrorakte zu untersuchen.
Ioannis Patsantaras erinnerte nochmals an seine Ansprache, die er am 10. Juni 2011 am Mausoleum in Distomo gehalten hatte, in der er sich mit einem Appell an das hellenistische Parlament gewandt hatte, die Frage der Entschädigungs- forderungen zu einem Hauptthema auf allen politischen Ebenen zu machen.
Das Buch "Distomo: 10. Juni 1944 - Zum Holocaust" ("Δίστομο: 10 Ιουνίου 1944 - Το ολοκαύτωμα")
erhält den griechischen Literaturpreis
Schon nach der Nominierung am 19. Dezember 2011, konnte es keinen Zweifel geben, dass das Buch: "Distomo - 10. Juni 1944 zum Holocaust" ("Δίστομο: 10 Ιουνίου 1944 - Το ολοκαύτωμα"), des aus Desfina stammenden Autors Giorgos Theoharis (Γιώργος Χ. Θεοχάρης) den diejährigen Preis in der Kategorie "Zeitzeugen" bekommen würde.
Eine Anthologie von Erinnerungen, Gedichten, Theaterstücke zum Massaker vom 10. Juni 1944 in Distomo.
Mit einer Theatergruppe aus Distomo on Tour
nach Kalavrita.
Meine Kontakte nach Griechenland haben, seit ich mich im Sommer dieses Jahres bei Facebook anmeldete zugenommen. Es dauerte nicht eine Stunde und ich hatte Antwort auf meine Anfrage von Freunden in Distomo, ob ich mit der Theatergruppe aus Distomo/Aspra Spitia mit nach Kalavrita fahren könne, um dort anschließend am Gedenktag des Holocaust vom 13. Dezember 1943 teilzunehmen. mehr>